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Vor dem Mord an 2 Polizisten: Andreas S. verletzte Jagdkollegen durch eine Schrotladung

  • 3. Februar 2022

Die Anfang der Woche erschossene Polizistin Jasmin B. und der erschossene Polizist Alexander K. wurden mit zwei Waffen erschossen, die die Täter nicht besitzen durften. Zumindest dem mutmaßlichen Haupttäter Andreas S. wurde die waffenrechtliche Genehmigung schon vor Jahren entzogen. Grund dafür soll eine Treibjagd gewesen sein, bei dem er einen Jagdkollegen mit einer Ladung Schrot verletzt haben soll. Infolge dessen hätte Andreas S. die Waffen bei den Behörden abgeben oder sie verkaufen müssen. Dies wurde aber anscheinend nicht kontrolliert. 

Bei der Hausdurchsuchung Anfang der Wochen fanden die Beamten 5 Kurzwaffen, 10 Langwaffen sowie ausreichend Munition bei Andreas S. Der insolvente Bäckereiinhaber trug angeblich immer eine Waffe mit sich – fatal, da man aus dem Umfeld von Andreas S. immer wieder hört, dass er cholerisch veranlagt sein soll und wohl eine sehr „kurze Zündschnur“ habe. 

Der Mittäter hat mittlerweile die Wilderei zugegeben. Offenbar hatten die beiden in großem Stil mit illegal geschossenem Wildtier gehandelt. Bei der Hausdurchsuchung wurden neben den Waffen auch große Mengen an Fleisch gefunden sowie Belege über 40.000 Euro. Vermutlich drohte dies alles bei der Polizeikontrolle am Montag aufzufliegen und die Sicherungen brannten bei den mutmaßlichen Tätern durch. 

In Gedenken an die beiden Opfer ruft die saarländische Landesregierung zu einer landesweiten Schweigeminute am Freitag (4. Januar 2022) um 10.00 Uhr auf.

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