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Seniorin bei Wohnungsbrand in Neunkirchen schwer verletzt

  • 30. März 2022

Mit ihrer Drehleiter konnte die Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen am Dienstagabend, 29. März eine 86 Jahre alte Frau aus ihrer brennenden Wohnung im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Carl-Ferdinand-Straße retten. Mit schweren Verletzungen wurde die Seniorin durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Auch zwei Feuerwehrleute zogen sich bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen zu. Der Brand machte das gesamte Mehrfamilienhaus vorläufig unbewohnbar.

Nach Notrufen von Anwohnern aus der Hüttensiedlung genannten Carl-Ferdinand-Straße wurde am Dienstagabend um 20:10 Uhr Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen ausgelöst. Sie meldeten der Feuerwehr einen Brand in einem der Mehrfamilienhäuser in dem kleinen Viertel am Rande der Neunkircher Innenstadt. Aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Furpach und Wellesweiler rückten daraufhin Feuerwehrleute zur Hilfe in Richtung Hüttensiedlung aus. Durch die Vielzahl der Notrufe war schnell klar, dass es in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss eines der Wohnblocks brannte. Unklar blieb hingegen der Aufenthaltsort der Wohnungsbewohnerin. Nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sie sich noch in ihrer brennenden Wohnung befand.

Die für die Bewohnerin große Gefahr bedeutende Befürchtung bestätigte sich kurz nach Eintreffen der ersten Einheiten der Neunkircher Feuerwehr in der Carl-Ferdinand-Straße. Von Feuer und Rauch in ihrer Wohnung eingeschlossen konnten Feuerwehrleute die 86-Jährige hilfesuchend an einem Fenster auf der Gebäuderückseite ausmachen. Zu ihrer Rettung ging die Drehleiter der Neunkircher Wehr hinter dem Gebäude in Stellung. Zielgenau manövrierte ein Feuerwehrmann den Korb der Drehleiter an das Fenster der Brandwohnung heran und konnte die schwer verletzte Seniorin zu sich in den Korb ziehen. Die Schwerverletzte wurde noch vor Ort durch den Rettungsdienst medizinisch erstversorgt, bevor sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert wurde. Die anderen fünf anwesenden Bewohner des Mehrfamilienhauses blieben unverletzt. Sie konnten sich teilweise selbst, teilweise mit Hilfe von Polizeibeamten noch vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen.

Originalaufnahme – Bild: Feuerwehr Neunkirchen / Marcel Becker

Parallel zur Menschenrettung über die Drehleiter gingen zwei mit Atemschutzgeräten ausgestattete Feuerwehrtrupps über das Treppenhaus zur Brandbekämpfung in die Brandwohnung vor. Schnell gelang es ihnen das Feuer unter Kontrolle zu bringen und auch zu löschen. Im Zuge der Nachlöscharbeiten mussten Feuerwehrleute die weitgehend ausgebrannte Wohnung teilweise ausräumen, um auch letzte Glutnester im Brandschutt freilegen und löschen zu können. Während der Rettungs- und Löscharbeiten zogen sich zwei Feuerwehrangehörige leichte Verletzungen zu – eine Feuerwehrfrau knickte um und ein Feuerwehrmann erlitt eine leichte Rauchvergiftung.

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Aufgrund der Brandschäden ist das gesamte Mehrfamilienhaus vorerst unbewohnbar. Für die obdachlos gewordenen Hausbewohner musste die Stadt zum Teil eine vorübergehende Unterkunft organisieren. Ein anderer Teil der Hausbewohner konnte kurzfristig bei Freunden und Verwandten unterkommen.

Um 23 Uhr konnte die Feuerwehr Neunkirchen ihren Einsatz in der Hüttensiedlung beenden und die 65 Feuerwehrleuten aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Furpach und Wellesweiler wieder einrücken. Unterstützt wurde die Einsatzleitung in ihrer Arbeit durch Wehrführer Stefan Enderlein sowie durch Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und Landesbrandinspekteur Timo Meyer. Auch der Neunkircher Beigeordnete Thomas Hans kam als für die Feuerwehr verantwortliche Dezernent in die Hüttensiedlung, um sich ein Bild vom Einsatz zu machen.