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Polizistenmorde von Kusel: Als Andreas S. sah dass Yasmin B. lebte, schoß ihr erneut in den Kopf

  • 10. Mai 2022

Die Staatsanwaltschaft hat erstmals genaue Angaben darüber gemacht, wie sich die Morde an den beiden Polizisten Yasmin B. (†24) und Alexander K. (†29) aus ihrer Sicht zugetragen haben. Und diese lassen einem erneut das Blut in den Adern gefrieren. 

Demnach sind die tödlichen Schüsse tatsächlich alleine Pleitebäcker Andreas S. (38) zuzuschreiben. Das Verfahren wegen Mordes gegen seinen unmittelbar nach der Tat verhafteten Jagdkomplizen wurde demnach eingestellt. 

In der Tatnacht, am 31. Januar 2022, hat Andreas S. einen ersten Schuss aus kurzer Entfernung mit einer Schrotflinte auf die Polizistin abgegeben. Er hat sie dabei am Kopf getroffen, die dadurch schwerste Verletzungen erlitten hat und zusammenbrach. Aus diesem Grund ging S. zunächst davon aus, dass die Beamtin tot sei. 

Daher konzentrierte er sich fortan auf den zweiten Polizisten Alexander K. Auf ihn gab der mutmaßliche Killer mit der gleichen Schrotflinte einen Schuss ab. Alexander K. Stand allerdings einige Meter von dem Schützen entfernt und wurde am Gesäß getroffen. Der Polizist versuchte sich noch zu verteidigen, in dem er seine Dienstpistole leer geschossen hat. Der Täter schoss daraufhin mit seinem Jagdgewehr 3x auf den Beamten. Jeder Schuss hatte schwerste Verletzungen zu Folge. Der letzte Schuss war letztlich tödlich. Er traf den Polizisten am Kopf. 

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Originalaufnahme – In der Nähe dieses Schildes wurden die beiden Polizisten erschossen

Danach widmete Andreas S. sich wider der auf dem Boden liegenden Polizistin zu. Er wollte die Beamtin durchsuchen und bemerkte, dass die 29-Jährige noch lebte. Da schoss Andreas S. Ihr kaltblütig in den Kopf. Dieser Schuss führte letztlich zum Tod der Polizistin. 

Die Staatsanwaltschaft hat Andeas S. Deshalb wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie zwei weitere vollendete Morde und Widerstand und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte angeklagt.