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Polizistenmord von Kusel – Das sind die neuesten Erkenntnisse

  • 1. Februar 2022

Peu en peu sammeln die Ermittler mehr Puzzleteile zur schrecklichen Mordnacht gestern zusammen, in der zwei junge Polizisten aus dem Saarland ihr Leben auf grausame Art und Weise lassen mussten.

Hier der Radiobeitrag mit O-Tönen der Ermittler von CityRadio Saarland als Podcast zum Nachhören:

CityRadio Beitrag mit O-Tönen von Polizei Vizepräsident Heiner Schmolzi

So gab die Polizei im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, dass die 24-jährige Polizisten Yasmin B. () per Kopfschuss regelrecht hingerichtet wurde. Das niederträchtige dabei: Sie hatte keine Ahnung was ihr bevor stand, keine Chance sich zu wehren. Den Ermittlern nach hielt sie auf einem kleinen unbeleuchteten Parkplatz neben der Fahrertür des Täter-Vans stehend eine Taschenlampe in der einen und die Papiere eines der Täter, Andreas Johannes S. (38), in der anderen Hand. Dabei wurde ihr aus nächster Nähe in den Kopf geschossen. Sie starb sofort.

Pressekonferenz Polizei Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern – Bild: YouTube Polizei RLP Screenshot Livestream

Als ihr Kollege Oberkommissar Alexander K. (29) bemerkte was geschieht, soll er versucht haben, sich abseits des Täterwagens in Deckung zu bringen. Über Funk schrie er nach Hilfe: „Kommt schnell, die schießen auf uns“. Dabei soll er mit seiner Dienstwaffe insgesamt 14 Mal auf die beiden Täter geschossen haben – ohne sie zu treffen. Dann war das Magazin seiner Waffe leer. Die beiden Täter schossen ihrerseits auf den Polizisten und trafen ihn 4 Mal. Beim Eintreffen seiner Kollegen „lag der Beamte schwer verletzt im Bereich einer Böschung, war nicht mehr ansprechbar“, so der Einsatzleiter auf der Pressekonferenz. Kurz darauf starb auch Alexander K.

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Das Fenster am Transporter der Täter ist kaputt – Wurden hierdurch die tödlichen Kugeln auf einen der Polizisten abgefeuert?

Die Polizei ist sich nun sicher: Die Polizisten wurden mit 2 verschiedenen Waffen erschossen. Und weiter: Die Waffen wurden auch von beiden Tätern abgefeuert. Somit hat auch der zweite dringend Tatverdächtige Florian V. (32) Schüsse auf die beiden Beamten abgegeben. Besondern grausam: Bei einer der Waffen soll es sich um eine Schrotflinte gehandelt haben.

Neben der Tatsache, dass die beiden mutmaßlichen Täter hinterhältig und ohne Vorwarnung mit einer Schrotflinte auf den Kopf der jungen Polizistin geschossen haben, lässt einem vor allem das vermeintliche Tatmotiv das Blut in den Adern gefrieren: Sie wollten einfach ihre unerlaubte Wilderei vertuschen.

Beide Täter wurden am Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft gesteckt.

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