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Fahrer vergisst die Handbremse – Lkw droht in St. Ingbert am Hang zu kippen!

  • 21. Januar 2022

Gegen 14 Uhr stellte ein 50-jähriger tschechischer Lkw-Fahrer seinen 40-Tonner in der Zufahrt zum Obi-Baumarkt in der Oststraße im saarländischen St. Ingbert ab, um sich im Markt nach dem genauen Weg zum Lieferanteneingang zu erkundigen.

Als er zu seinem Brummi zurückkam, war dieser plötzlich weg! Kurz davor machte sich das Gespann etwa 100 Meter weit selbständig und rollte in der Zufahrt rückwärts bergab. Anschliessend geriet er der Lkw nach links von der Spur ab und rutschte einen etwa 2 Meter hohen Abhang hinab.

Zum Glück verkeilte sich die Fahrerkabine an einem Baum. Ansonsten wäre der Anhänger wohl umgekippt oder in den fliessenden Verkehr geraten. Der Fahrer hatte die Ruhe weg: Er verständigte den Notruf und setzte sich in zurück in die Fahrerkabine des völlig schräg dastehenden Gefährts.

Die Feuerwehr St. Ingbert rückte zunächst an, holte den Mann aus der Gefahrenzone und sicherte den Lkw vor dem Umkippen mit einer Stahlseil-Winde und Gurten.

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Die Polizei verständigte das Abschleppunternehmen „ADAC Gerd Müller“ mit einem Spezialfahrzeug, um den Lkw zu bergen. Dies gestaltete sich schwierig, denn die Ladefläche war mit Laminat-Paletten voll beladen und drohte die ganze Zeit weiter zu kippen. Es ging Schritt für Schritt zurück auf die Fahrbahn – durch stetiges Unterlegen von Holzkeilen.

Gegen 17:45 Uhr war es denn endlich geschafft. Der Lkw konnte endlich zum Paletten-Abladen an die Lieferanten-Rampe fahren. „Die Bergungskosten gehen wohl in den vierstelligen Bereich. Für das Vergessen der Feststellbremse ist jedoch nur ein Bussgeld in Höhe von 25 Euro fällig“, so die Polizei. Der Lkw-Fahrer zahlte direkt vor Ort.