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Corona im Saarland: Drohen uns wirklich bald wieder härtere Maßnahmen?

  • 12. Oktober 2022

Saar-Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung hat heute gemeinsam mit Virologe Dr. Jürgen Rissland, Pharmazie-Professor Dr. Thorsten Lehr und dem Vorsitzenden der Saarländischen Krankenhausgesellschaft e.V. und ärztlicher Direktor des Klinikums Saarbrücken Dr. Christian Braun auf einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage und die Folgen informiert.

„Seit meinem ersten Warnsignal am vergangenen Freitag haben wir innerhalb der Landesregierung zahlreiche Gespräche mit Experten und den Krankenhäusern geführt. Wir befinden uns weiterhin in einem pandemischen Geschehen, das beunruhigt das Gesundheitsministerium und die Landesregierung,“ betont Jung.

Das Saarland liegt derzeit mit einer Inzidenz von knapp 1.700 bundesweit mit Abstand an der Spitze.

(Virologe Dr. Jürgen Rissland)

Dr. Jürgen Rissland macht sich Sorgen, dass bei anderen respiratorischen Erkrankungen seit KW 37 einen Anstieg festgestellt wurde. In den vergangenen beiden Jahren sei die Ausbreitung dieser Erkrankungen durch die bestehenden Hygienemaßnahmen wie der flächendeckenden Maskenpflicht gedämpft worden.

Deswegen ist eine schnelle Kontaktreduzierung um mindestens 20% notwendig.

(Prof. Dr. Thorsten Lehr)

Prof. Dr. Thorsten Lehr warnt davor, dass das Gesundheitssystem unter anderem durch den Ausfall des Personals überlastet wird und dass, wenn die Bevölkerung ihr Verhalten nicht anpasst, damit gerechnet werden muss, dass das Gesundheitssystem unter anderem durch den Ausfall des Personals überlastet wird. Das zeigen Prognosen.

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Wir haben aus der Vergangenheit gelernt, dass die Regierung die schärfsten Regeln erlassen kann

(Gesundheitsminister Magnus Jung)

Minister Jung appelliert vor diesem Hintergrund an die Eigenverantwortung der Bevölkerung: „Wir alle haben es selbst in der Hand!“  Er ruft daher alle Saarländer auf mitzuhelfen und Mitmenschen zu schützen.

Die Landesregierung ruft die Bürger daher auf:

  • Tragen Sie eine Maske: Vor allem in geschlossenen Räumen und wenn Sie den Abstand von 1,5 m nicht einhalten können.
  • Testen Sie sich regelmäßig: Ganz besonders aber, wenn Sie Kontakt zu vulnerablen Personen haben oder zu größeren Veranstaltungen gehen.
  • Impfen Sie sich: Die Impfung ist das effektivste Mittel gegen das Virus. Die angepassten Impfstoffe für die Omikron-Variante des Virus erhalten Sie bei ihrem Hausarzt oder in den Impfzentren.
  • Wenn Sie Symptome haben, egal welcher Art, bleiben Sie bitte von Veranstaltungen fern, nutzen Sie ggfs. die Möglichkeit des Homeoffice, reduzieren Sie die sozialen Kontakte und verhalten Sie sich verantwortungsbewusst.
  • Nutzen Sie als Arbeitgeber Hygienepläne und ermöglichen Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Homeoffice, dort wo es möglich ist.

Neben diesem Appell werden seitens der Landesregierung auch Maßnahmen unterhalb der Corona-Verordnung ausgeübt: In den Gebäuden der öffentlichen Verwaltung sollen die Mitarbeitenden ab morgen mindestens eine medizinische Maske tragen. Zudem wird es wieder vermehrt Videokonferenzen statt Präsenzterminen geben und das Homeoffice- und das Testangebot werden vergrößert.

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„Die Corona-Verordnung werden wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verändern, sondern ausschöpfen, was unterhalb möglich ist. Das ist die letzte Möglichkeit, bevor wir Maßnahmen über die Verordnung ergreifen müssten. Ob es gelingt, liegt an uns allen, an allen Saarländern. Jedoch werden wir das Geschehen genauestens beobachten – immer im Schulterschluss mit der Wissenschaft und den Experten aus dem Gesundheitswesen. Sollte sich das Infektionsgeschehen nicht ändern, muss auch über weitere Maßnahmen nachgedacht werden z.B. Maskenpflichten in gesellschaftlichen Teilbereichen wie im Einzelhandel“, betont Minister Jung abschließend.