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1.000 warme Mahlzeiten für Bedürftige – Neunkircher Apotheke spendet 1.500 €

  • 15. Februar 2022

Über 1.000 warme Mahlzeiten für Bedürftige gesichert

Die Furpach-Apotheke aus dem gleichnamigen Neunkircher Stadtteil unterstützt den ökumenischen „Hüttenberger Mittagstisch“ mit 1.500 Euro. Mit der Spende wird Wohnungslosen und Menschen mit geringem Einkommen ein günstiges Mittagessen finanziert. Apothekerin Anette Nessim und ihr Team überreichten einen symbolischen Überweisungsträger an den evangelischen Pfarrer Uwe Schmidt (Ev. Kgm. Neunkirchen) und seinen katholischen Kollegen Diakon Oliver Besch (St. Marien Neunkirchen). 

Ursprünglich waren die 1.500 Euro eingeplant, um kleine Weihnachtsgaben für Kunden zu besorgen, Die konnten dann aber nicht geliefert werden. Apothekerin Nessim und ihr Team planten um – und spenden nun den kompletten Betrag für den „Mittagstisch“. „Uns ist es wichtig, dass das Geld hier vor Ort bleibt und Menschen zugutekommt“, sagt Nessim.

Die ökumenische Aktion „Hüttenberger Mittagstisch“ existiert seit 1995. Dreimal die Woche haben Hilfsbedürftige die Möglichkeit, in den Räumlichkeiten den Pfarrheims Herz Jesu in der Neunkircher Innenstadt ein frisch gekochtes Mittagessen zu erhalten. Anfangs fand die Ausgabe in der Hüttenbergstraße statt, der Name blieb auch am neuen Ort erhalten. Die Mahlzeiten werden von der Arbeitslosenselbsthilfe, einer diakonischen Einrichtung der Neuen Arbeit Saar, zubereitet, angeliefert und ausgeteilt.

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Die Bedürftigen erhalten sie gegen Essensbons für 50 Cent, die sie bei den beteiligten Kirchengemeinden abholen können. Vier Bons gibt es im Monat, wer mehr braucht, hat die Möglichkeit, weitere für zwei Euro pro Stück zu erwerben. Dass die Menschen sich ihre Bons abholen müssen, hat System. „Der Mittagstisch ist keine Armenspeisung, sondern eine Hilfe zur Selbsthilfe, die eine Tagesstruktur fördert“, erklärt Diakon Besch. Menschen sollen unterstützt werden. Deshalb gebe es das Essen auch nicht umsonst, sondern gegen einen Symbolbetrag, um sich beim Essen als Gast zu fühlen, nicht als Hilfsempfänger. 

Auf 3,40 Euro belaufen sich üblicherweise die tatsächlichen Kosten pro Portion. Die Differenz, 9.000 bis 10.000 Euro im Jahr, gleichen je zur Hälfte die Evangelische und die Katholische Kirchengemeinde aus, zumeist durch Spenden. Für größere Unterstützung wie nun von der Furpach-Apotheke sind die Kirchenvertreter daher sehr dankbar. Über 1.000 Mahlzeiten können durch die Spende der Apotheke finanziert werden.

„Für mich ist der Hüttenberger Mittagstisch ein Zeichen für gelungene Ökumene, die mich meine gesamte Dienstzeit begleitet“, sagt Pfarrer Schmidt, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern wird. Als er nach Neunkirchen kam, gab es den Mittagstisch bereits.

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